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Bild: © Cornerstone  / pixelio.de

Ehekrach
15 Minuten genügen

Unglückliche Ehepaare streiten und verdrängen ihre Probleme im Durchschnitt sechs Jahre lang, ehe sie professionelle Hilfe suchen. Und dann ist es meistens zu spät, berichtet der Bonner Beratungsdienst “simpify your life”. Viele Paare machen dabei einen grundlegenden Fehler: Entweder sie spielen heile Welt oder sie kritisieren nur. In beiden Fällen werden die positiven Aspekte der eigenen Ehe nicht mehr gesehen. Das Ergebnis ist dann die Behauptung: »Unsere Ehe war nur Unglück. "Das aber stimmt selten.

Damit es zu dieser verhängnisvollen Fehleinschätzung erst gar nicht kommt, gibt der Beratungsdienst einige Tipps. Der Wichtigste: Ein Streit sollte nie länger als 15 Minuten dauern. Dann ist in der Regel alles Nötige gesagt. Danach eskaliert die Auseinandersetzung zum Grabenkampf Schimpfwörter, sarkastischer Humor oder ironische Seitenhiebe beseitigen Probleme nicht, sondern produzieren eher neue. Effektiver ist es, zwar die Taten des anderen zu kritisieren, aber nicht ihn gezielt persönlich. Das hilft, die Abwertung des Partners zu vermeiden.

Um die Ehe fit zu halten, kann gelegentlicher Krach sinnvoll sein. Denn: Es ist auf Dauer tödlich für jede Ehe, wenn der Ärger über den anderen heruntergeschluckt wird. Wichtig dabei ist jedoch, die positiven Seiten des Zusammenlebens nicht zu vergessen, auch wenn sie einem nicht so leicht einfallen wollen. Nach vielen gemeinsamen Jahren ist das ganz normal.

 

Nach Scheidung: Jeder vierte Mann in Therapie

 Studie der Universität Bremen untersucht Situation von Familienvätern nach Trennung

Rund jeder vierte Mann muss sich nach einer Scheidung in therapeutische Behandlung begeben. Das hat eine Studie an der Universität Bremen ergeben, für die 3800 geschiedene Männer befragt wurden.

"Die Trennung von Familie und Kindern führt zu starken körperlichen und seelischen Problemen", urteilt Gerhard Amendt, Studien Leiter und Soziologie-Professor. "Es ist ein Vorurteil, dass Männer sich nach der Scheidung direkt die nächste Frau nehmen, sich nicht um ihre Kinder bemühen und keinen Unterhalt zahlen wollen."

Kein Kontakt zu Kindern

Vielmehr wollten sich alle befragten Väter gerne weiter um ihre Kinder kümmern, stellt Amendt fest. Die Studie ergab jedoch, dass jeder dritte Vater nach der Trennung keinen Kontakt zu seinen Kindern habe. Der Grund dafür liege zum einen bei den Richtern: "Sie müssen sich daran gewöhnen, dass auch Väter Kinder erziehen können", sagte Amendt. In rund 85 Prozent der Scheidungsfälle blieben die Kinder bei der Mutter. Zum anderen seien die Hilfsangebote von Beratungsstellen und Jugendämtern zumeist auf allein erziehende Mütter eingestellt. "Die Männer werden auf Grund vieler Vorurteile oft als Täter gesehen." Sie fühlten sich isoliert und missverstanden.

Psychische Probleme bekommen laut Amendt nach der Scheidung vor allem Männer, deren Frauen in erster Linie Hausfrau und Mutter waren. "Ihnen fehlt plötzlich der Organisator ihrer Vaterrolle", sagte Amendt. Waren sie bislang "passive" Vollzeit-Väter, fühlten sie sich durch die neue Situation überfordert: "Plötzlich sind die Männer nur noch phasenweise Vater und müssen das auch noch selber organisieren." Einfacher sei es, wenn beide Eltern berufstätig waren und sich schon während der Ehe in gleichen Teilen um die Kinder kümmerten. "Dann ist die Organisation einer gemeinsamen Erziehung auch nach der Scheidung leichter." dpa

© Copyright Rheinische Post 2002

 

10 Wege, Ihre Ehe zu sabotieren...

 ...zeigt das christliche US-Magazin "New Man" auf. Wie ein Sandkorn in einer Muschel würden sich auch in der Ehe kleine Irritationen ansammeln, bis sie immer grösser und eines Tages zu gross geworden seien (allerdings ohne sich zu einer Perle entwickelt zu haben...).

Störende "Sandkörner" entstehen, wenn ....

  • man einen Flirt mit einem anderen Partner riskiert
  • man den Ehepartner öffentlich vor anderen kritisiert
  • man eine negative, ablehnende Körpersprache wählt, während der Ehepartner mit einem spricht
  • man es verlernt, täglich ausreichend und ernsthaft miteinander zu sprechen
  • man aufhört, sich um sein Äusserliches Erscheinungsbild zu kümmern
  • man Kinder nur hat, um die Ehe wieder zusammenzubringen
  • Männer ihr Hobby höher einschätzen als ihrer Frau eine Freude zu machen
  • Frauen mehr Zeit mit ihren Freundinnen (o. ä.) verbringen als mit ihrem Mann
  • man sein Selbstwertgefühl ausserhalb der Ehe findet
  • man seine Erwartungen nicht äussert, sondern verbirgt.
     
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